Fachfragen bei Akustikbau.de

 
imiko (Gast) fragt am 27.04.2014:
 
Hallo Akustikbau Team ! Möchte demnächst die Schüttung unterm Estrich machen . Da ich sehr nahe einer Eisenbahn gebaut habe wollte ich mal fragen ob ich eher mit einer Schüttung aus 10cm Kies(Dolomitsand)+5cm Styropor-Platte oder einer Schüttung aus 15cm Styrolose(Recyclingstyropor) die Vibrationen am Boden mindern kann und ob es was bringt einen Fließestrich anstatt einem
Zementestrich zu machen . Habe massiv gebaut und die Decken sind aus 25cm Beton ! Mfg
 
 
  
 
3 Antwort(en), letzte am 02.05.2014:
 
   Päffgen GmbH (Fachfirma) schreibt am 28.04.2014:
 
Ob der Estrich konventionell oder im Fließverfahren eingebaut wird, hat letztlich keinen Einfluss. Wichtig ist die vollständige Entkopplung des Estrichs von Rohboden und aufgehenden Bauteilen und seine ausreichende Bewegungsfreiheit durch nicht zu knapp bemessene Rand- und Trennfugen. Möglicherweise könnte hier ein Gussasphaltestrich hilfreich sein. Gute Ergebnisse bei der Vibrationsentkopplung lassen sich in vielen Fällen bei fachgerechtem Einbau durch Korkschüttung oder Korkplatten erzielen. Letztere gibt es in passenden Stärken inklusive der fallbezogenen fachlichen Beratung im spezialisierten Baustoffhandel.
 
 
imiko (Gast) schreibt am 30.04.2014:
 
Ok Danke ....werde vielleicht einen Korkboden nehmen aber bei der Schüttung ist Kork was ich so gesehen habe sehr teuer . Wie ist es bei einer Kies Schüttung , ist ja gut bei Luftschall aber bei Vibrationen kann ja Kies die Vibrationen verstärken kann das sein bin mir nicht sicher mfg
 
 
   Päffgen GmbH (Fachfirma) schreibt am 02.05.2014:
 
Darüber, dass Kies Schwingungen verstärkt, liegen keine Erkenntnisse vor. Beim professionellen Einbau von Schwingungsdämfungen bepielsweise im Sportbodenbau wird in der Regel allerdings eine Trockenschüttung auf Bitumenbasis verwendet. Manche Anbieter von im Heimwerkerbereich einsetzbaren Trockenbausystemen haben auch relativ preiswerte Nivellierschüttungen in der Produktpalette, die zugleich als Trittschallisolierung dienen und Anforderungen des Brandschutzes erfüllen. Möglicherweise führen die auch hier zu den gewünschten Ergebnissen. Am besten den jeweiligen Hersteller konsultieren.